Buchweizenmehl – Besonderheiten, Geschmack und Rezepte

Buchweizenmehl – der gesunde Allrounder als Superfood – Gerade in einer Zeit, in der alles nur noch auf Schnelligkeit und Effizienz ausgelegt ist, wird es für viele Menschen immer wichtiger sich gesund und bewusst zu ernähren. Vorbei sind die Tage, in denen einfach nur gegessen und konsumiert wird, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was man da eigentlich täglich zu sich nimmt. Mit den Weiten des Internets ist es auch wesentlich einfacher geworden, sich Informationen über seinen Speiseplan einzuholen, wenn man dies möchte.

Uns begegnen im täglichen Leben Namen wie Superfood und Brainfood. Das ist Nahrung, die schmeckt und dazu noch sehr gesund ist. Zu diesem Superfood gehört auch Buchweizen. Doch was ist Buchweizen eigentlich? Obwohl man es vom Namen her meinen könnte, handelt es sich nicht um ein Getreide.

 

Was ist der Unterschied zwischen Weizen und Buchweizen?

Pseudogetreide Buchweizen

Bei Buchweizen handelt es sich um ein Pseudogetreide. Es gehört zu den Knöterichgewächsen. Buchweizen stammt nicht vom Weizen ab und enthält von Natur aus kein Gluten. Es kann aber durch seine getreideähnlichen Eigenschaften als Ersatz genutzt werden. Das aus Buchweizen gewonnene Mehl ist daher besonders für Menschen mit Zöliakie interessant. Bei einer Zöliakie handelt es sich um eine Glutenunverträglichkeit.

Menschen mit dieser Unverträglichkeit sollten Getreide meiden. Da es sich bei Buchweizen aber um kein echtes Getreide handelt, ist es eine attraktive Alternative. Den Namen hat der Buchweizen von der Buchecker. Seine Körner erkennt man an der dreieckigen Form und der leichten lila oder grünen Färbung. Es ist eher mit Rhabarber verwandt als mit seinem Namensvetter dem Weizen. Zum größten Teil wird Buchweizen in Asien und Nordamerika angebaut, da es ein warmes und trockenes Klima benötigt. Aus diesen Regionen stammt er auch ursprünglich.

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Andere Pseudogetreidesorten

Pseudogetreide ist auch unter dem Namen exotisches Getreide bekannt. Sie gehören nicht der Familie der Süßgräser an, sondern sie zählen zu anderen Pflanzenfamilien. Sie können aber in vielen Rezepten das Getreide ersetzen. Daher sind sie für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit so interessant. Außer Buchweizen zählen noch Amaranth, Quinoa und Nutzhanf zum sogenannten Pseudogetreide.

 

Wie schmeckt Buchweizenmehl?

In Russland, Ukraine und Polen ist Buchweizenmehl seit jeher nicht aus der Küche wegzudenken. Es ist in vielen Nationalgerichten enthalten. Aber auch in anderen Ländern wird immer öfter mit Buchweizenmehl gekocht, auch wenn man nicht unter einer Glutenunverträglichkeit leidet. Das Buchweizenmehl schmeckt etwas herb und nussig. Daher eignet es sich besonders für pikante Gerichte. Aber auch für süße Speisen kann dieses Wunderkorn genutzt werden.

 

Was ist in Buchweizen enthalten?

Es ist kein Wunder, dass Buchweizenmehl zum sogenannten „Superfood“ zählt. In ihm enthalten sind Vitamin E, verschiedene B-Vitamine, aber auch Eisen und Kalium. Ebenfalls hat Buchweizenmehl einen sehr hohen Anteil an Eiweiß. Insgesamt macht Eiweiß einen Anteil von 10 Prozent des Buchweizenmehls aus. Wer am Tag 100 Gramm Buchweizenmehl zu sich nimmt, deckt damit außerdem bereits 50 Prozent seines Tagesbedarfs an Magnesium. Zudem sind noch Phosphor, Calcium, Selen und Lysin enthalten, welches wichtig für die Knochen ist. Die enthaltenen Mineralstoffe helfen beim Zellaufbau und stärken das Immunsystem.

 

Kann man Buchweizen roh essen?

Um Buchweizen genießen zu können, muss es nicht unbedingt gekocht oder gebacken werden. Die Vitamine und Mineralien bleiben sogar besser im Buchweizen enthalten, wenn es roh verzehrt wird. Die Ballaststoffe sind im rohen Zustand sogar verdaulicher. So ist Buchweizen der ideale Zusatz im morgendlichen Müsli.

 

Kohlenhydrate im Buchweizenmehl

Wer auf Buchweizenmehl umsteigen möchte, um Kohlenhydrate zu sparen, wird hier nicht die richtige Lösung finden. Mit einem Anteil von 70 Prozent an Kohlenhydraten ist die Menge nicht geringer als beim herkömmlichen Getreide. Allerdings hat dies auch den Vorteil, dass das Buchweizenmehl gut sättigend ist.

 

Was kann man mit Buchweizenmehl alles machen?

Ob man gerne etwas Herzhaftes kochen möchte oder ob man lieber etwas Süßes zubereiten möchte; mit Buchweizenmehl findet sich für jeden Geschmack das passende Rezept.




Buchweizenmehl zum Backen

Der Vorteil, den das Buchweizenmehl für Menschen mit Zöliakie hat, ist beim Backen auch sogleich sein Nachteil. Durch das fehlende Gluten fehlt dem Buchweizenmehl leider auch seine Klebefähigkeit, um das Backwerk zusammenzuhalten. Aus diesem Grund muss man nicht gleich auf Buchweizenmehl beim Backen verzichten, aber man sollte einfach noch andere Mehle hinzunehmen. Wer trotzdem auf Gluten verzichten möchte, kann zum Beispiel auch Mandelmehl mit dem Buchweizenmehl kombinieren. Mandelmehl ist ebenfalls glutenfrei und hat den weiteren Vorteil, dass es sehr kohlenhydratarm ist. Die Klebeeigenschaft des Mandelmehls hilft auch beim Backen mit Buchweizenmehl.

 

Backen mit Buchweizenmehl – Rezeptideen

Buchweizenmehl-Waffeln

Leckere Rezepte mit Buchweizenmehl

Zutaten:

  • 200g Butter
  • 150g Honig
  • 4 Eier
  • 200g Buchweizenmehl
  • 200g Weizenmehl
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 300ml Milch
  • etwas Vanille und etwas Zimt

Bis auf die Milch werden alle Zutaten vorsichtig miteinander vermengt. Zum Schluss wird noch die Milch nach und nach untergehoben. Der fertige Teig wird dann löffelweise in das gefettete Waffeleisen gegeben und ausgebacken.

 

Mandel-Buchweizenbrot

Zutaten:

  • 100g Buchweizenmehl
  • 100g Mandelmehl
  • 100g Dinkelmehl
  • 50g Roggenschrot
  • 50g gehackte Mandeln
  • 1 Packung Sauerteigextrakt
  • 2EL Öl
  • 1 EL Essig
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Brotgewürzmischung
  • 250ml Wasser

Das Buchweizenmehl wird mit dem Mandelmehl, dem Dinkelmehl, dem Roggenschrot, den gehackten Mandeln, der Brotgewürzmischung, dem Sauerteigextrakt und dem Öl miteinander vermischt. Mit der Hälfte des lauwarmen Wassers wird die Hefe und der Zucker aufgelöst und zu der Mehlmischung mit dem Rest des Wassers dazugegeben. Das Ganze wird in eine Kastenform gefüllt und mit einem Baumwolltuch abgedeckt. Der Teig wird nun in einer Kastenform an einem warmen Ort für circa 30-40 Minuten gehen gelassen. In den bei Ober- und Unterhitze auf 220 Grad Celsius vorgeheizten Ofen wird das Brot für ungefähr 45 Minuten gebacken. Besonders gut schmeckt das selbstgebackenen Mandel-Buchweizenbrot mit einem Belag aus Mandelmus.

 

Kochen Mit Buchweizenmehl -Rezeptideen

Natürlich kann man mit dem Mehl aus Buchweizen auch kochen. Soßen lassen sich zum Beispiel auch gut mit Buchweizenmehl andicken.

 

Klöße aus Buchweizen

Zutaten:

  • 100g Speck zum Braten
  • 500g Mehl aus Buchweizen
  • 250ml Milch
  • 1 Liter Wasser
  • Salz und Pfeffer zum Würzen

Der gewürfelte Speck wird in der Pfanne angebraten. Als Nächstes wird das Wasser zum Kochen gebracht. Langsam wird das Mehl eingerührt und mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt. Wenn der Teig fest wird, muss er vom Herd genommen werden. Mit dem Esslöffel werden dann einzelne Knödel geformt und mit der Milch und dem gebratenen Speck übergossen.

 

Pfannkuchen aus Buchweizen

Zutaten:

  • 250g Mehl aus Buchweizen
  • 500ml Milch
  • 2 Eier
  • Öl zum Braten

Das Ei wird getrennt und das Eiweiß wird zu Eischnee geschlagen. Das Eigelb wird mit dem Mehl und der Milch zu einem Teig verrührt. Zum Schluss wird der Eischnee vorsichtig untergehoben. Jetzt muss die Pfanne mit dem Öl nur noch erhitzt werden und die Pfannkuchen darin ausgebacken werden.

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