Kamutmehl Verwendung des Urgetreides Khorasan-Weizen

Was ist Kamutmehl? Bei dem exotischen Name Kamut handelt es sich um ein ägyptisches Wort für die „Seele der Erde“. Er wird auch Khorasan-Weizen genannt. Khorasan-Weizen betitelt eine ursprüngliche Weizensorte. Kamut stellt, wie auch Emmer und Einkorn, eine der ältesten kultivierten Getreidesorten dar. Als Kulturform des Hartweizens stammt es vom wilden Emmer ab, wie gerade erläutert, ist dies ebenfalls ein Ur-Getreide und sogar noch etwas älter.

Löffel mit Khorasan-Weizen

Handelt es sich bei Kamut und Khorasan-Weizen um ein und dasselbe Getreide? Um die genauere Herkunft gibt es zahlreiche Spekulationen, sehr wahrscheinlich jedoch hat es seinen Ursprung in Zentralasien, denn „Chorasan“ war eine frühere Region in Teilen des heutigen Iran und Afghanistan und ist somit namensgebend. Bei Kamut wiederum handelt es sich eigentlich um keine Bezeichnung für die Getreidesorte, sondern einen urheberrechtlich geschützten Namen, also eher eine Produktbezeichnung für das ursprünglich Korn Khorasan-Weizen aus biologischem Anbau.

 

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Denn die amerikanischen Bauern begannen in den 1990er Jahren in Montana, USA das alte Korn unter dem altägyptischen Wort „Kamut“ auf den Markt zu bringen. Von diesem Korn stammt unser heute vielfach verwendete Weizen ab. Kamut gehört also zu den sogenannten Ur-Getreiden, mit denen man schon vor etwa 6.000 Jahren Kamutmehl Brot herstellte.

 

Worin liegt der Unterschied zum herkömmlichen Weizen?

Die Kamutkörner weisen Ähnlichkeit mit dem Hartweizen auf, sind aber doppelt so groß. Kamutkörner sind sogar zwei bis drei Mal länger als konventioneller Weizen. Kamut ist vorteilhafter Weise nicht für die moderne Landwirtschaft verwendbar, weil er von Natur aus viel weniger kommerziellen Dünger aufnehmen kann, als andere Getreidearten. Somit handelt es sich bei Kamut um ein Bioprodukt.

Als Ur-Getreide zeichnet sich Kamut unter anderem dadurch aus, dass es weniger anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall ist. Allerdings bringt es auch deutlich geringere Erträge als hochgezüchteter Industrieweizen. Wenn die Kamutpflanze dennoch befallen wird, sind gängige konventionelle Pflanzenschutzmittel leider vollkommen wirkungslos.

Trotz allem ist der Anbau im Gegensatz zu überzüchteten Sorten von heutigem Getreide durchaus beliebt, vor allem aufgrund des Aspekts der Nachhaltigkeit. Im Gegensatz zu Urgetreide ist die Anwendung von Pestiziden und Dünger bei hochgezüchtetem Getreide unumgänglich, ohne diese Hilfsmittel gäbe es hier gar keinem oder kaum Ertrag.

Das langsame, natürliche Wachsen wiederum macht den Khorasan-Weizen für die konventionelle Landwirtschaft somit relativ uninteressant. Das Urgetreide wird heute zum Großteil in Nordamerika und Südeuropa in Bio-Qualität angebaut. In Deutschland ist der Anbau von Kamut nicht möglich, da kein angemessenes Klima gegeben ist. Für den Anbau sind nämlich wärmere und trockenere Temperaturen als hierzulande von Nöten.

Kamutmehl gesünder als normaler Weizen

Für was ist Kamut gut?

Aus Kamut lässt sich Kamutmehl mahlen, woraus sich wunderbar Pasta und Brot herstellen lässt. Im Gegensatz zu herkömmlichem Weizenmehl ist bei Kamutmehl keine Typenbezeichnung vorhanden. Grundsätzlich ist es in den Sorten „hell“ oder in der Vollkornvariante erhältlich. Vollkorn-Kamutmehl ist allerdings in seiner Konsistenz dem Roggenmehl ähnlicher als dem Weizenmehl. Deswegen ist bei der Verarbeitung von Kamutmehl zu Teig kräftigeres Kneten und eine längere Gehzeit von großer Wichtigkeit.

 

Ist Kamutmehl gesünder als Weizen?

Das Kamutmehl stellt eine gesunde und sehr schmackhafte Alternative zum regulären Weizenmehl dar. So wie auch andere Mehlsorten ist das Kamutmehl ein guter Ersatz mit höherem Nährstoffgehalt. Kamutmehl verfügt über einen besonders hohen Gehalten an Zink, Magnesium und Selen. Ebenfalls enthält es viele Ballaststoffe, wertvolle Öle, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und auch die essentiellen Vitamine B und E.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Weizenmehl beinhaltet Kamutmehl gut nutzbare, hochwertige Kohlenhydrate (rund 60%) sowie einen höheren Proteingehalt. Der Eiweißgehalt liegt bei starken 15%, was das Mehl klebriger macht. Hinzu kommen 2% Fett und 12% Ballaststoffe.

 

Inhaltsstoffe und Kalorien pro 100g Kamutgetreide im Überblick

  • Kalorien: 346g
  • Eiweiß: 14,8g
  • Fett: 2,4g
  • Ballaststoffe: 8,9g
  • Kohlenhydrate: 61,7g

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt ist außerdem dessen Nachhaltigkeit und Pestizidfreiheit, da Kamut ausschließlich als natürlich gezüchtetes Bio-Produkt verfügbar ist. Das macht es automatisch etwas gesünder als Industrieprodukte.

Kamutmehl Verwendung backen

Ist Kamutmehl glutenfrei?

Der Glutengehalt ist tatsächlich geringer als beim Weizen oder anderen Getreidesorten und somit ist es für Menschen mit einer nur leichten Glutenunverträglichkeit besser bekömmlich als klassische Mehle es sind. Bei einer stärker ausgeprägten Unverträglichkeit ist der Konsum von Kamutmehl allerdings nicht empfehlenswert. Hier kann man zum Beispiel auf gesundes Mandelmehl als Kamutmehl Ersatz zurückgreifen. Gute glutenfreie Alternativen sind außerdem auch Braunhirse, Amaranth, Buchweizen oder Quinoa.

 

Geschmack und Verwendung in der Küche

Auch geschmacklich kann das gesunde Kamutmehl punkten. Das Kamutmehl weist einen süßlich-nussigen Geschmack auf und ist dazu noch eine echte Nährstoffbombe, was dieses relativ neuartig verfügbare Produkt rasch immer beliebter macht.

Ideal ist auch, dass sich aus Kamut nicht nur Kamutmehl oder Kamutflocken herstellen lassen, sondern das Korn in verschiedenen Größen, wie etwa auch als Couscous oder Grieß verfügbar ist und sowohl für die deftige wie süße Küche geeignet ist. Man denke beispielsweise an einen gesünderen und länger sättigenden Grießbrei oder einen herzhaft-süßen Nusskuchen als Süßspeise. Mit Kamut lässt sich der Speiseplan abwechslungsreicher und gesünder gestaltet.

 

Kamutmehl und andere Kamut-Produkte kaufen

Kamutmehl sowie die Körner, Flocken, Couscous und Grieß-Variationen sind online von diversen Anbietern erhältlich und schnell lieferbar. Außerdem sind heutzutage jeder gut ausgestattete Bioladen und auch kleine Reformhäuser im Besitz eines guten Urgetreide-Sortiments. Oft kann man dort auch fertige Pasta aus Kamutmehl als Trockenprodukt erwerben. Bei konventionellen Supermärkten oder Discountern wird man allerdings noch schwer fündig.

Vielleicht ändert sich dies ja zukünftig, wenn die Beliebtheit wächst. Diesen Trend konnte man die letzten Jahre beispielsweise bei Quinoa sehr gut beobachten. Vom Niché-Produkt aus Bioläden, dessen Namen keiner aussprechen konnte, hat es sich zum Trendprodukt, vor allem in der vegetarisch-veganen Szene entwickelt und erfreut sich heute großer Beliebtheit. Nicht zuletzt auch in Restaurants wird es oft als Beilage oder sogar Hauptgericht angeboten. Mal sehen, wo die Reise mit Kamut und Kamutmehl hingeht, Potenzial hat es allenfalls.

Khorasan Weizen und Kamutmehl

Fazit zu Kamut und Kamutmehl

Kamut und das zum Backen geeignete Kamutmehl kann nicht nur mit seinen Inhaltsstoffen, sondern auch geschmacklich punkten. Alleine schon wegen seinem natürlichen Anbau ohne Pestizide ist es deutlich gesünder als konventionelle Getreidesorten und auch die Nährstoffe sprechen für sich. In der Küche eignet es sich hervorragend als Ersatz für sämtliche Speisen – guten Appetit!

 

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